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Geislergruppe - Dolomiten
Maße & Technik
80 x 60 cm
Acryl auf Leinwand
2026
Es gibt Berge, bei denen ein Blick reicht und sofort die Frage entsteht: Wie fühlt es sich an, dort oben zu stehen?
Die Geislergruppe ist für mich genau so ein Ort. Ihre schmalen, fast messerscharfen Felstürme wirken gleichzeitig elegant und wild. Im Ladinischen heißen sie Odles, also „Nadeln“. Ein Name, der diese markante Silhouette erstaunlich genau beschreibt. Die höchsten Gipfel Sass Rigais und Furchetta erreichen jeweils 3.025 Meter. genusslandsuedtirol.it
Ich selbst stand bisher auf keinem dieser Gipfel. Vielleicht liegt genau darin ein Teil ihrer Faszination. Berge wecken in mir Neugier und den Wunsch, weiterzugehen. Gleichzeitig gehört für mich zum Bergsteigen eine sehr klare Einschätzung der eigenen Kraft, Erfahrung und Ausdauer. Ein Gipfel verliert nichts von seiner Anziehungskraft, wenn ich entscheide, ihm zunächst aus der Ferne zu begegnen.
Auch die Landschaft rund um die Geisler ist voller Erzählungen. Einer alten ladinischen Sage zufolge lebte im Wasserrinnental eine Gana, ein sagenhaftes Wesen mit besonderen Kräften. Sie ließ Wasser aus dem felsigen Boden entspringen und verwandelte eine karge Landschaft in fruchtbares Grün. Nach ihrer Vertreibung soll sie die Alm verflucht haben, worauf sich das Geröll erneut ausbreitete.
In meiner Interpretation erscheinen die Geisler dunkel, rau und von Gold durchzogen. Fast wie Spuren von Licht, die ihren Weg durch den Fels suchen. Für mich ist dieses Werk eine Begegnung mit einem Berg, der noch vor mir liegt.








